© SG Bünde-Dünne 2020 Impressum & Datenschutz
SG Bünde-Dünne

Handballtage 2019

Es gab tolles Wetter, super Spiele und vor allem Spaß!

Wenn wieder die Anweisung: ,,Drei Rollen Rückwärts und zwei Mal in die Hände klatschen", von Patrick Nobbe vor dem Hochball über den Beachhandallplatz schallt. Und auf dem Rasenplatz nebenan ein Trainer „Trau dich" zu seiner, schon seit vier Minuten im Angriff spielenden Mannschaft, ruft um diese nun endlich zum Wurf auf das Tor zu bewegen - dann weiß der erfahrene Handballer, es sind wieder die Handballtage der SG Bünde-Dünne präsentiert von Klostermann Chemie. Dieses Jahr wurde das äußerst kreative Motto „Handball auf Rasen und Sand" noch durch einen Begriff erweitert. ,,Sonne", die oftmals in allen Gesprächen im Mittelpunkt stand. Temperaturen über 30 Grad beflügelten die Umsätze der Sonnencreme-Produzenten und Sonnenschirm-Hersteller. Doch ein Hand­baller kennt kein Schmerz - oder wie der Spruch auch immer ging - es kamen wieder über 100 Mannschaften aus ganz Deutschland. Freitags starteten die Damen und die Altherren und Hobbymannschaften auf dem Rasen und etablierten sogleich die Handballtage-typische Sprache. Einige Beispiele dafür: „Macht mal" - Erklärung: Ein oft gesagter Satz, des im Mittelblock spielenden Kreisläufer, der gerade mit einem langen Pass seine Außen nach vorne geschickt hat um selber hinten drin stehen zu bleiben. „Trau dich / Lass mal Einen ab" - Erklärung: Ein oft gesagter Satz, des Mittelmanns, der seine guten Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins auf Rasen nicht zeigen kann und seinen trägen Halben endlich zum Wurf aus dem Rückraum bewegen will. „Boar ich brauche Päcke" - Erklärung: Ein Satz, der fast nach jedem Wurf des Außenspielers folgte, nachdem er zum wiederholten Male, den Ball weit neben das Tor geworfen und den gegnerischen Torwart zum Sprint über den halben Sportplatz gezwungen hat. „Mach mal Meter" - Erklärung: Ein Satz, der nur im Kontext der Handballtage so funktioniert. Gemeint ist, dass der Jüngste wieder einen Meter Bier besorgt. An alle Besserwisser, die jetzt denken „Hä, Bier wird doch in Litern angegeben?!": Ihr liegt beim Sportfest falsch, bei uns werden Getränke in Metern gemessen. Samstags ging es dann früh morgens bei gefühlten 40 Grad weiter. Mit dem Beachturnier der Jüngsten. Als erstes zeigten die C-Junioren, wie pfiffig es ist, erst in den riesigen Pool zu springen und im Anschluss durch den Sand zu kreuchen - naja ist wohl ein wenig so, wie auf eine heiße Herdplatte zu packen um wirklich zu glauben, dass sie heiß ist. Vielleicht war es auch einfach ein ausgefallener Sonnenschutz. Trotz tonnenweise Sand am Körper zeigten die Jungs artistische Pirouetten und spektakuläre Paraden. Und wenn der Leser jetzt glaubt, dass die Mädels, die im Anschluss ihr Turnier hatten, vernünftiger waren, muss ich ihn leider enttäuschen. Bei ihnen etablierte sich fast ein Wett­bewerb, wer mit dem meisten Sand am Körper Handball spielen kann. Parallel zu dem sandigen Spektakel startete das Herrenturnier auf dem Rasen. Dieses Jahr sogar mit einer internationalen Mannschaft, mit Spielern aus Frankreich, Nürnberg und Hamburg. „Gib Patrick Nobbe ein Mikrofon in die Hand und Sand unter die Füße dann läuft das schon", ein oft gefallener Satz im Planungskomitee „Beach". Mit einer Eloquenz wie Markus Lanz in Interviews, einem Humor, wie Chris Tall und einem Ego, wie Christiano Ronaldo nach einem direkten Freistoß-Tor moderierte er das Beachhandballturnier und verwandelte den Sandplatz zur Beachparty. Rund 40 Spielerinnen und Spieler traten beim Juxturnier am Abend an. Das Beachhandballturnier, das in zusammen gelosten Mannschaften ausgespielt wird, wird von Jahr zu Jahr größer. Elternteile von Jugendspielern, Vereins­legenden und Spielerinnen und Spieler aus anderen Vereinen machten das Turnier zu einem wahren Handballfest. Oder wie Patrick Nobbe sagen würde: „Ähm ... das war elegant und lustig", wenn ein Spieler beim Versuch einer Pirouette mehr auf dem Gesicht als auf den Füßen gelandet ist - es ist halt Juxturnier. Der Sonntag war der traditionelle Familientag. Der Tag, an dem die jüngsten Handballtalente mit Oma, Opa, Geschwistern und Mama und Papa anreisen. Viel zu große Trikots im Gepäck und dieses Jahr ein Pavillon als Sonnenschutz ging es für die Jüngsten auf den Rasen. Am Ende sind die Handballtage immer schlecht in Worte zu fassen. Es sind die kleinen Geschichten auf den Plätzen oder am Rand, die das Turnier aus­machen. Es sind die fairen Gesten, die lustigen Moderationen, das freundschaftliche Wiedersehen zwischen befreundeten Gegnern, die Gespräche über die gemeinsame Handballleidenschaft oder die Siegesfeiern im Pool, die dieses Turnier so besonders machen. Und das sollte jeder einfach selber einmal erfahren - ob aktiv oder als Zuschauer: es lohnt sich in jedem Fall!